Success Story: WACKER & Nordmann Partnerschaft
Vor rund einem Jahr haben Nordmann und WACKER ihre strategische Partnerschaft im Bereich Silikonelastomere in Europa begonnen. Seitdem wurden in den verschiedenen Ländern zahlreiche Projekte angestoßen, und die Zusammenarbeit hat deutlich an Dynamik gewonnen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Produkte und ihre Anwendungen, sondern vor allem die beteiligten Menschen, ihre Motivation sowie der gemeinsame Anspruch, Themen aktiv voranzutreiben. Ein enger Austausch im Tagesgeschäft, gebündeltes Know-how und ein ausgeprägtes Verständnis für die Anforderungen der lokalen Märkte prägen die Partnerschaft, eine Partnerschaft auf Augenhöhe.
In einer Interviewserie berichten Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern über ihre Erfahrungen, Erfolge und Marktbeobachtungen. Nach den ersten Einblicken aus Frankreich, Italien und Slowenien richtet sich der Blick nun auf die Tschechische Republik: Robert Bohdaň, Technical Sales & Product Manager Rubber, Electronics, Industrial Solutions bei Nordmann Czech Republic, spricht über die Resonanz im lokalen Markt.

Robert Bohdaň, Technical Sales & Product Manager Rubber, Electronics, Industrial Solutions bei Nordmann Czech Republic
1. Robert, was ist seit dem Beginn der Zusammenarbeit im vergangenen Jahr passiert?
Robert: Seit dem Start im April 2025 hat sich die Tschechische Republik schnell zu einem aktiven und stark anwendungsorientierten Partner innerhalb der europäischen Zusammenarbeit entwickelt. Der Markt ist geprägt von einer hohen industriellen Kompetenz und Kunden, die besonderen Wert auf Zuverlässigkeit, stabile Prozesse und langfristige Performance legen.
Das zeigt sich auch in konkreten Ergebnissen: Bereits im ersten Jahr ist es uns gelungen, ein breites Portfolio an WACKER-Silikonelastomeren erfolgreich in unser SAP-System zu integrieren und eine große Bandbreite verschiedener Produkte aktiv zu vermarkten, wobei wir die Vorteile und Synergien des WACKER-Portfolios optimal nutzen konnten. Heute arbeiten wir mit einer Vielzahl von Kunden an konkreten Anwendungen – ein klares Zeichen dafür, dass die Partnerschaft im Markt angekommen ist und sich in realen Projekten widerspiegelt.
2. Wie beschreibst Du die Projektarbeit?
Robert: Mir gefällt sehr, dass wir früh in die Projekte unserer Kunden eingebunden sind. Häufig liefern wir nicht einfach nur ein Material, sondern begleiten unsere Kunden bereits in der Konzeptphase und entwickeln gemeinsam die passende Lösung.
Zusammen mit WACKER unterstützen wir bei zentralen Entscheidungen – etwa bei der Auswahl des geeigneten Silikonelastomers und der richtigen Verarbeitungstechnologie, sei es HCR-Formpressen oder -Spritzgießen, LSR-Verarbeitung oder Textilbeschichtung. Durch diese enge Abstimmung von Anfang an können wir Material, Verarbeitung und Anwendung optimal aufeinander ausrichten. Das reduziert Risiken in der Entwicklung und verkürzt den Weg zur Serienproduktion. Genau dieser Ansatz kommt bei unseren Kunden in der Tschechischen Republik sehr gut an und zeigt sich deutlich in den Projekten, an denen wir arbeiten.
3. Was sind typische Schwerpunktbereiche?
Robert: Der tschechische Markt ist klar von industriellen Anwendungen und der Medizintechnik geprägt.
Ein wichtiger Fokus liegt auf industriellen Anwendungen mit hochkonsistentem Kautschuk (HCR). Ein repräsentatives Beispiel ist ein Projekt mit ELASTOSIL® 573/70 HCR, bei dem die Bauteile hohen mechanischen Belastungen und Temperaturen standhalten müssen. In solchen Anwendungen sind vor allem Materialrobustheit, Langzeitstabilität und eine sichere Verarbeitung entscheidend. Diese Projekte bestätigen die anhaltende Bedeutung hochwertiger HCR-Lösungen in anspruchsvollen industriellen Umgebungen.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die Medizintechnik, die in der Tschechischen Republik zunehmend wächst. Projekte auf Basis der LSR 3003-Serie zielen auf Anwendungen ab, die hohe Reinheit, Biokompatibilität und reproduzierbare Spritzgussprozesse erfordern. Dank frühzeitiger technischer Zusammenarbeit mit unseren Kunden lassen sich Materialauswahl, Werkzeugkonzepte und regulatorische Anforderungen bereits in der Konstruktionsphase aufeinander abstimmen – das bietet den Kunden mehr Sicherheit und erleichtert den Weg zur Serienproduktion.
4. Gibt es interessante Anwendungen jenseits dieses Kerngeschäfts?
Robert: Ja, ein gutes Beispiel ist ein Textilbeschichtungsprojekt für Heißluftballonhüllen auf Basis von WACKERs Produkt CT 51. Auch wenn diese Anwendung nicht zum Kerngeschäft zählt, zeigt sie eindrucksvoll, dass Silikonlösungen selbst unter extremen Einsatzbedingungen durch hohe Wärmebeständigkeit, Flexibilität und Langlebigkeit überzeugen können. Gleichzeitig verdeutlicht das Projekt, wie eine gute Zusammenarbeit dazu beiträgt, auch unkonventionelle Ideen erfolgreich umzusetzen.
5. Möchtest Du noch einen Ausblick wagen?
Robert: Die Entscheidung von WACKER, in das Werk in Karlsbad zu investieren, sendet ein starkes Signal an den tschechischen Markt. Dies unterstreicht das langfristige Engagement des Unternehmens sowohl in der Region als auch in Europa insgesamt.
Mit Blick auf die Zukunft sind die Aussichten für die Tschechische Republik sehr positiv. Durch das starke Engagement in Industrie- und Medizinprojekten, gezielte innovative Anwendungen sowie die enge Zusammenarbeit bereits in frühen Projektphasen entwickelt sich die Partnerschaft zwischen Nordmann und WACKER kontinuierlich weiter – pragmatisch, nachhaltig und geprägt von gegenseitiger Wertschätzung.
Ein Gedanke von Peter Drucker bringt dies treffend auf den Punkt:
„Nejlepší způsob, jak předpovědět budoucnost, je ji vytvořit.“
„Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, besteht darin, sie zu gestalten.“
Vielen Dank, Robert für das Interview.
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Vertrieb in:
Europa.


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